Moin, ich bin Komponist und Medienkünstler. Vor allem aber bin ich jemand, der sich mit den Widersprüchen unserer Zeit auseinandersetzt – mit Klang, Form und Denken. Meine Arbeiten entstehen dort, wo Musik, Gestaltung und gesellschaftliche Fragen ineinandergreifen.
Mich interessieren keine bloßen ästhetischen Oberflächen. Mich interessiert, was darunter liegt:
Ich mag keine glatten Antworten. Meine Projekte stellen Fragen, reiben sich, widersprechen, verweigern sich mitunter. Sie sind keine neutralen Formen, sondern Haltungen. Ich arbeite medienübergreifend – mit alten Geräten, ausrangierter Technik, offenen Systemen. Viele meiner Kompositionen und Installationen sind Kommentare zur Wegwerfgesellschaft, zur digitalen Überforderung und zur Sehnsucht nach echtem Kontakt.
Mein Rückzug aus Berlin war eine bewusste Entscheidung. Ich wollte Raum – innerlich wie äußerlich. Raum für Konzentration, für Tiefe, für Begegnung jenseits des Kulturmarkts. Im Wendland habe ich mit dem Festival ACHTELTON – LIVE SONIC RESEARCH einen Ort geschaffen, der genau das ermöglicht: Austausch durch Klang, neue Perspektiven, gemeinsame Erfahrung.
Meine Arbeiten sind nicht immer bequem. Aber sie sind ehrlich. Ich glaube, dass Kunst Haltung braucht – politisch im besten Sinne: wach, aufmerksam, widerspenstig. Ich glaube an das Gemeinsame, an das Offene, an das, was uns verbindet.
Und ich lade Sie ein, diesen Weg mit mir zu gehen.
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